Sommer 2017

Liederbach : Comeback eines Baugebiets“

Die Nördlichen Weingärten sind als Streuobstwiesen geschützter Landschaftsbestandteil und unterliegen somit besonderer biologischer Wertigkeit, als Lebensraum für die heimische Flora und Fauna. Darüber hinaus sind direkt an dem Gebiet weitere Streuobstbestände angrenzend. Auch diese würden durch eine Bebauung in Mitleidenschaft gezogen werden und könnten nicht mehr in diesem Umfang als Lebensraum für viele heimische Tiere dienen.
Am Samstag, den 9. September 2017 um 14.00 Uhr fand ein Ortstermin an den Streuobstflächen (Wendehammer "In den Weingärten") statt, zu dem alle interessierten Bürger eingeladen waren, vor Ort den Bereich anzuschauen und sich gegenseitig auszutauschen.

Ortstermin am umstrittenen Baugebiet
Gegner würden „Weingärten“ kaufen

„Nördlich Weingärten“ gerät zum Politikum: Am 24. September soll auch entschieden werden, ob die Fläche bebaut werden soll. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der BUND informierten nun an Ort und Stelle pro Natur.
Lesen Sie im Kreisblatt den Bericht zum Orsttermin, hier weiter

Lieber LiederbacherInenn: die Sachstandsinformation der Bürgermeisterin im Amtsblatt (15.7.) und Zeitungsartikel im Höchster Kreisblatt (13.7. „So gehen die Fraktionen mit dem Thema um“ bzw. 25.7. „Schutz vorm Hochwasser“) veranlassen uns zu diesem –eigentlich nicht geplanten- Flyer. Die Bürgermeisterin gibt auf einer ganzen DIN A 4 Seite in nur wenigen Zeilen Infos zu einer „möglichen Bebauung“: Mehrfamilienhäuser, 3 geschossig + ggfs. Staffelgeschoß, barrierefrei. Der Investor Horn, der bereits Ende 2015 mit einem Bebauungsvorschlag an die Gemeinde-verwaltung herangetreten sei, wäre bereit, eine größere Anzahl von Wohnungen schlüsselfertig an die Gemeinde zu übergeben. Das war es. Von den Fraktionen sehen SPD und Die Grünen den Bürgerentscheid aus 2010 weiterhin bindend. Die FWG, die noch im Frühjahr 2016 den Bürgerwillen respektieren wollte, äußert sich heute wesentlich zurückhaltender. Die CDU steht unverändert hinter einer Bebauung und sieht die Themen Frischluftschneise, Wassermassen bei Starkregen und Verkehrsaufkommen sorgenfrei. Die FDP beurteilt das Bebauungskonzept rundum positiv. Im aktuellsten Zeitungsartikel erfährt man dann etwas von 12 Mehrfamilienhäusern und rund 100 Wohnungen. Der Erste Beigeordnete Dieter Herbert (CDU) berichtet als Vertreter der Bürgermeisterin von einer geplanten Bürgerversammlung am 15.8.17 um 20 Uhr und einem erforderlichen Hochwasserschutz im Falle der Bebauung, weshalb die Gemeinde jetzt die Planung für ein Regenrückhaltebecken vorantreibe. Für Investor Horn ist die Wasser-Problematik „der wichtigste Punkt“ und erst nach befriedigender Regelung und einem Ja beim Bürgerentscheid, werde er in die Detailplanung gehen. Deutlich macht er, dass die Bürgermeisterin Mehrfamilien-häuser und keine Einfamilienhäuser wünscht. Zusammengefasst heißt das: unter schlüssiger, transparenter und zeitnaher Information der Bürger verstehen wir etwas anderes! …..und so kann man sich dann auch unschwer vorstellen, was passieren würde, wenn man als Bürger durch sein JA der Gemeinde die Aufstellung eines Bebauungsplanes überlassen würde. Zum Schluss stehen von der Bürgermeisterin gewünschte Häuser auf einem Stück Natur, von dem man nichts mehr erkennt, weil Architekten planerisch „alles herausgeholt haben, was geht“. Die Gemeinde wird dazu am Ende sagen: Für die Baugenehmigung sind letztlich nicht wir, sondern das Kreisbauamt in Hofheim zuständig. Aber wir Alle hier in Liederbach müssen mit dem Ergebnis leben. …..und wer die Kosten für das Rückhaltebecken und weitere Infrastrukturkosten tragen muss, können Sie sich denken. Deswegen kann es nur Eins geben und darum bitten wir Sie:

Dieser Flyer (klick auf das Bild) erschien zum 26. August ...
Verfasser & Kontakt: Bürgerinitiative „Contra Nördlich Weingärten – Pro Natur“ - Noerdlich-Weingaerten@t-online.de

Sommer 2017

Liederbach : „großzügige und selbstlose Schenkung"

Viele interessierte Liederbacher gingen zur Bürgerversammlung und was erfuhren sie: Nichts Konkretes zu den sogenannten „Gemeindewohnungen". Eine „großzügige und selbstlose Schenkung" des Investors (Welches Wirtschaftsunternehmen macht so etwas?) oder günstiger Erwerb durch die Gemeinde mit einhergehender Neuverschuldung in Millionenhöhe? Kein Wort zu diesbezüglichen „Abmachungen" mit dem Investor. Verharmlosung des zusätzlichen starken Verkehrsaufkommens - und das nicht nur in der Umgebung des Baugebietes. Keine konkreten Fakten, nur eine Visualisierung der Bebauung. Derzeitige Überlegungen: 126 Wohnungen, teils in "Einfachbauweise". Eine weitere Festlegung erfolgte nicht, d.h. es muss auch eine massivere Bebauung ins Kalkül gezogen werden. Viele interessierte Liederbacher gingen zur Bürgerversammlung und was erfuhren sie: Weiterlesen !!! Klick auf das Bild:

Dieser Flyer (klick auf das Bild) erschien zum 26. August ...
Verfasser & Kontakt: Bürgerinitiative „Contra Nördlich Weingärten – Pro Natur“ - Noerdlich-Weingaerten@t-online.de

Comeback eines Baugebiets

: Das vor sieben Jahren per Bürgerentscheid gestoppte Areal „Nördlich Weingärten“ ist in Liederbach wieder ein Thema. "Ja, die BI gibt es noch und sie wird angesichts des neuerlichen Vertreterbegehrens wieder aktiv werden ...".
Wir bleiben beim Nein zur Bebauung !
Kein Eingriff in den regionalen Grünzugmit der klimatisch wichtigen Frischluftschneise !
Keine weitere Bodenversiegelung !
Das bereits geplante 'Quartier Mixte' mit ca. 50.000 qm (!!) bietet auf Jahre hinaus ausreichendes Bauland !

Dieser Flyer (klick auf das Bild) erschien zum 8. Juli als Beilage zum Liederbacher Amtsblatt.:

24.6.2017 Liederbach. Angela Merkel oder Martin Schulz, ein neues Baugebiet oder nicht? Die Liederbacher haben am 24. September gleich die doppelte Qual der Wahl. Denn mit der Bundestagswahl steht dann auch der zweite Bürgerentscheid zum Neubaugebiet „Nördlich Weingärten“ auf dem Plan. „Sind Sie dafür, dass für das Baugebiet ,Nördlich Weingärten’ ein Aufstellungsbeschluss gefasst wird?“, so soll die wegweisende Frage lauten.

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20.6.2017 Liederbach. „Ich glaube, wir gehen jetzt in die Geschichte Liederbachs ein.“ Das sagte Hilde Kawetzki von der Bürgerinitiative „Contra Nördlichen Weingärten – pro Natur“ am 24. Januar 2010. Es war in der Tat ein historischer Tag für die Gemeinde. Denn erstmals musste ein Bürgerentscheid über die weitere Entwicklung im Ort entscheiden – und die Menschen gaben der Politik eine schallende Ohrfeige:

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