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Klage Vorderheide II: Gewonnen!

Pressemitteilung vom 16.12.2021
Vorderheide II: BUND stoppt Baugebiet in Hofheim – Hessen muss weitere Vogelschutzgebiete ausweisen
Einen wichtigen Erfolg für den Naturschutz hat gestern der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) erreicht. Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hat der Klage des Umweltverbands gegen das über 11 Hektar große Baugebiet „Vorderheide II“ in Hofheim am Taunus stattgegeben. Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen: „Das Urteil hat große Bedeutung für den Naturschutz in Hessen. Das Land muss nun weitere Streuobstwiesen als Vogelschutzgebiete für den Gartenrotschwanz ausweisen. Außerdem hat das Gericht den Artenschutz weiter gestärkt. Die Lehre aus dem Urteil lautet, dass wertvolle, artenreiche Flächen geschützt und nicht bebaut werden sollten.“
Auch für Wohnungssuchende hat das Urteil eine gute Botschaft, denn es fordert in Neubaugebieten, auch substanziell mehr Wohnraum in der Fläche zu schaffen, statt Villengebiete mit großen Grundstücken, aber nur wenig Wohnraum zu ermöglichen.
Von der zusätzlichen Ausweisung der Vogelschutzgebiete erwartet der BUND Hessen einen Schub für den Streuobstschutz, denn der Gartenrotschwanz ist eine Charakterart der hessischen Streuobstwiesen. „Mit dem Urteil aus Kassel wird der Gartenrotschwanz zur Leitart für den artenreichen und kulturhistorischen Lebensraum Streuobst. Von der kommenden Schutzgebietsausweisung für den Gartenrotschwanz, werden auch der Steinkauz, der Wiedehopf oder der gefährdete Gartenschläfer profitieren“, freut sich Jörg Nitsch vom BUND Hessen.
Die Realisierung des Bebauungsplans „Vorderheide II“ hätte einen der ökologisch wertvollsten Streuobstbestände Hessens zerstört, in dem bisher rund 200 Tierarten festgestellt wurden. Von diesen Arten sind 13 Arten landesweit bedroht. Häufiger Bewohner des Gebietes ist z.B. der Gartenrotschwanz, der Vogel des Jahres 2011. Weitere bedrohte Arten, die durch das Baugebiet ihren Lebensraum verloren hätten, wären z.B. die Zwergfledermaus, der Steinkauz und gleich fünf heimische Spechtarten, darunter der Grünspecht und der gefährdete Kleinspecht. Bei seiner im Jahr 2011 eingelegten Klage wurde der BUND vom Hofheimer Verein „Lebenswertes Hofheim e.V.“ unterstützt.
Weitere Informationen
· Artenporträt Gartenrotschwanz: https://www.bund-hessen.de/arten-entdecken/gartenrotschwanz/
· Streuobst als Lebensraum: https://www.bund-hessen.de/naturschutz/streuobst/lebensraum-streuobst/
· Flyer Vorderheide II hier (Anlage Flyer_Vorderheide_II)
· Verein „Lebenswertes Hofheim e.V.“: https://rettet-die-vorderheide.jimdofree.com/%C3%BCber-uns/


... aktuell:

  • Weltbodentag 2021:

    Aufruf zur Fotoaktion Plätze zum Platzen zum Weltbodentag 2021 / Macht dazu Fotos mit euch und dem Slogan auf versiegelten Flächen ... ....


  • BUNDaktiv-2020 :

    Jahresbericht BUND Hssen : Auch 2020 hat - trotz Corona - gezeigt, wie vielfältig der Umwelt- und Naturschutz durch den BUND in Hessen ist. ....

Forderungen der Umweltverbände

Für einen zukunftsfähigen Klimaschutz im Luftverkehr
Anforderungen der Umweltverbände nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24.3.2021 Nach dem wegweisenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24.3.2021 und der Erhö-hung der Minderungsziele des Klimaschutzgesetzes für 2030 muss auch der Luftverkehrssektor seine Ziele und Minderungsmaßnahmen deutlich nachschärfen ...


Aktuell nun zu den KOA Verhandlungen der 'Ampel' der eindringlicher Appell der Umweltverbände dem Luftverkehr bei den Bemühungen, um den Klimaschutz eine größere Bedeutung und Beteiligung beizumessen. Die bisher eher simulierten Scheinlösungen aus der Branche selber reichen nicht aus um den Belastungen angemessen zu entsprechen. Rund 56 Mio. Tonnen CO2-eq jährlich werden durch die 22 deutschen Flughäfen mit ihrer Verkehrsleistung verursacht. Damit gehören die deutschen Flughäfen zu Europas grössten Klimakillern! Weiter / Mehr hier weiterlesen!



... mit & aus dem MTK:

















BUND-TIPP: STREAMEN OHNE 4K - CO2-EMISSIONEN SENKEN

Streamingdienste werden gerade in der Coronazeit immer beliebter. Bereits 54% der Deutschen nutzen mindestens einmal im Monat ein kostenpflichtiges Streamingportal.
Wussten Sie, dass dabei CO2 freigesetzt wird?
Und können Sie sich vorstellen, wieviel?

Anders als man vermuten könnte, erzeugt die Datenverarbeitung im Rechenzentrum nicht den Großteil der Treibhausgas-Emissionen. Pro Stunde entstehen hierbei rund 1,5 Gramm CO2. Der größte Anteil des CO2-Ausstoßes entsteht bei uns im Wohnzimmer, wir können ihn somit selbst beeinflussen. Möchte man auch beim Serienmarathon auf seinen ökologischen Fußabdruck achten, kommt es laut Umweltbundesamt vor allem auf die Art der Datenübertragung und die Videoqualität an.

Die geringste CO2-Belastung entsteht, wenn das Video über einen Glasfaser-Anschluss gestreamt wird. ... ..., hier weiterlesen!